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InterRed InterfaceAI: heise bringt redaktionelle Logik direkt ins System

  • 08.06.2026

Mit InterfaceAI stellt InterRed eine neue agentenfähige Frontend-Betriebsebene vor, mit der Redaktionen ihre individuellen Workflows direkt im CMS automatisieren können. Statt KI nur als Einzelwerkzeug einzusetzen, verlagert sich die redaktionelle Logik erstmals selbst ins CMS. Die Redaktion von heise online setzt die Lösung bereits ein, unter anderem für einen umfangreichen Faktencheck.

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Dr. Volker Zota, Chefredakteur bei heise online © Foto: heise medien

Workflow statt Einzeltool

Trotz wachsender KI-Nutzung bleiben viele redaktionelle Prozesse weiterhin manuell: Inhalte strukturieren, Metadaten pflegen, Fakten prüfen oder Texte formatieren. KI unterstützt heute häufig nur punktuell. Etwa bei Headlines oder Zusammenfassungen.

Der Grund: KI ohne Kontext bleibt generisch. Sie kann Texte schreiben, Headlines vorschlagen, Zusammenfassungen liefern, versteht jedoch nicht, wie eine Redaktion tatsächlich arbeitet. Und genau deshalb endet KI heute oft als Einzeltool, nicht als integraler Bestandteil der redaktionellen Wertschöpfung.

InterRed, Anbieter einer KI-basierten Publishing-Automatisierungslösung für Digital und Print, gibt mit InterfaceAI die Antwort auf dieses strukturelle Problem.

Automatisierung von Workflows

InterfaceAI ist die agentenfähige Frontend-Betriebsebene von InterRed. Sie ermöglicht es Redaktionen und Verlagen, praktisch jeden Arbeitsablauf innerhalb des Systems selbst zu automatisieren, vom Erstellen strukturierter Artikel aus Rohtext über Korrekturlesen bis hin zu komplexen, mehrstufigen redaktionellen Prozessen wie dem Faktencheck.

Der entscheidende Unterschied zu klassischen KI-Integrationen oder API-Ansätzen wie MCP: InterfaceAI integriert nicht nur einzelne Funktionen, sondern die komplette redaktionelle Prozesslogik. Verlage können ihre individuellen Regeln, Abläufe und Qualitätsstandards direkt im System abbilden - als festen Bestandteil des täglichen Workflows statt über externe Workarounds. Dabei lassen sich mit modernen Methoden wie Vibe Coding Automatisierungen sogar per Prompt definieren, ohne aufwändige Entwicklungsarbeit. Der Wettbewerbsvorteil liegt dabei nicht in der KI selbst, sondern im Workflow, der darauf aufbaut. Es ist die individuelle Arbeitsweise einer Redaktion, übersetzt in Software. Die Redaktion ist nicht mehr nur Anwender, sondern wird zum Architekten der eigenen Prozesse.

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heise nutzt InterfaceAI produktiv

Erster Anwender ist heise online, eines der reichweitenstärksten deutschen Technologiemedien. Aus der Redaktion heraus entstand „NextWriter“, ein Tool, das auf InterfaceAI aufbaut und zentrale Workflows direkt in InterRed integriert.

Besonders bewährt hat sich der hausinterne Faktencheck, bisher aufwendig, erfahrungsabhängig und schwer zu standardisieren. Mit NextWriter ist er jetzt fest in den Redaktionsalltag eingebettet: Das Tool liest auf Knopfdruck interne Quellen, prüft Aussagen auf Korrektheit, gleicht hauseigene Schreibweisen ab und berücksichtigt redaktionelle Regeln. Die Redaktion erhält konkrete Hinweise auf Inkonsistenzen, fehlende Quellen oder fehlerhafte Aussagen, direkt im Editor, mit konkreten Korrekturvorschlägen und Quellenangaben.

"NextWriter ist kein KI-Feature, sondern unser redaktioneller Prozess im System, und das macht einen grundlegenden Unterschied zu allem, was wir bisher mit KI-Tools ausprobiert haben", sagt Dr. Volker Zota, Chefredakteur bei heise online.
"InterfaceAI bildet die Grundlage, um unsere redaktionellen Workflows sicher und skalierbar weiterzuentwickeln und so die eigene Arbeitslogik in InterRed zu verankern."

Der Kern von InterfaceAI ist die Fähigkeit, redaktionelle Prozesse systemisch abzubilden. Damit verschiebt sich KI im Publishing von der punktuellen Assistenzfunktion hin zur infrastrukturellen Ebene redaktioneller Arbeit. InterfaceAI basiert dabei auf drei zentralen Prinzipien: Redaktionen können ihre individuellen Prozesse selbst definieren und direkt im CMS implementieren, von einfachen Automatisierungen bis zu komplexen agentischen Abläufen. Gleichzeitig kontrolliert InterfaceAI, welche Aktionen agentische KI innerhalb des Systems ausführen darf und sorgt so für zuverlässige, nachvollziehbare Ergebnisse. Und schließlich bleibt das System keine Blackbox: Nutzer können jederzeit aktiv mit der KI interagieren, Prozesse beeinflussen, eingreifen oder Ergebnisse anpassen. KI wird damit integraler Bestandteil des redaktionellen Workflows, nicht zu dessen unkontrolliertem Ersatz.

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