Paywall: Paid Content als Erlösmodell für Verlage

Die Medienhäuser und Verlage beschäftigen sich bereits seit langem mit den Chancen und Möglichkeiten der Monetarisierung der neuen, digitalen Kanäle. Dabei gehören Bezahlmodelle wie Micropayment, digitale Abonnement-Verkäufe und Shops inzwischen zum erprobten Standard.

Ein derzeit sehr populäres Modell stellt die Anwendung der sogenannten "Paywall" dar, auch Bezahlschranke genannt, die bestimmte Inhalte einer Website erst nach dem Entrichten einer Gebühr oder beispielsweise dem Abschluss eines Abonnements anzeigt. Aktuell sind die beiden Modelle "Freemium" und die sogenannte "Metered Paywall" am weitesten verbreitet. Das Freemium Modell setzt auf die Aufteilung der Inhalte in einen freien und einen kostenpflichtigen Premium Bereich. Bei den Premium-Inhalten handelt es sich häufig um exklusive Berichte oder Hintergrundartikel. Informationen und Nachrichten, die auch auf anderen Webseiten kostenfrei erhältlich sind, bleiben bei diesem Modell meist ebenfalls kostenlos. Die Entscheidung, welche Inhalte kostenpflichtig oder kostenfrei angeboten werden, entscheidet dabei in vielen Fällen die Redaktion selbst. Vorteilhaft ist der niedrige Risikofaktor für sinkende Nutzerzahlen durch die weiterhin frei zugänglichen Bereiche der Website, wodurch die Reichweite weiterhin steigen kann und die Werbeeinnahmen bedeutend bleiben.

Bei der Metered Paywall können Kunden eine bestimmte Anzahl an Views oder eine bestimmte Zeitspanne mit Inhalten verbringen. Erst danach erscheint ein Hinweis auf die Möglichkeit eines Kaufes oder den Abschluss eines Abonnements, der das Lesen weiterer Artikel für einen festgelegten Zeitraum sperrt. Indexseiten, also vor allem Übersichtsseiten, sind davon meist nicht betroffen, lediglich die Artikelseiten werden gesperrt. Suchmaschinen gelangen somit auch weiterhin an alle online verfügbaren Artikel und auch Kunden, die einen bestimmten Inhalt über eine Suchmaschine oder einen externen Link erreichen, können die entsprechenden Artikel lesen. Die Sperre gilt somit nur für das Surfen auf der Website. Genutzt wird dieses Modell beispielsweise von der New York Times oder der Website von DIE WELT. Der Vorteil liegt auf der Hand: Erstleser oder Besucher, die nur selten das Angebot nutzen, können dies auch weiterhin tun. Erst bei einer regelmäßigen Nutzung und daher bei Nutzern, die von der Qualität eines Angebotes bereits überzeugt sind, fallen Kosten an.

InterRed unterstützt sowohl das Freemium-Modell, als auch die Metered Paywall, sowie weitere marktrelevante Paywall-Modelle und bietet dazu in Verbindung mit seinem Web Content Management und Redaktionssystem die passende Lösung.